Ortsumfahrung Urberach

Die Ortsumfahrung Urberach, eine Never Ending Story?
Vor vielen, vielen Jahren überlegten sich ein paar Bürger aus Urberach, ob es nicht sinnvoll wäre, eine Ortsumfahrung für Urberach zu beantragen. Hintergrund dieser Idee waren der zunehmende Durchgangsverkehr auf den Hauptdurchgangsstraßen aus Richtung Eppertshausen in Richtung Frankfurt und die dadurch gestiegenen Lärm- und Abgasemissionen für die Anwohner. Schnell fanden sich einige Befürworter und eine Bürgerinitiative pro Ortsumfahrung wurde gegründet. Schnell hatte man auch schon eine Idee, wo diese neue Ortsumfahrung entlang führen sollte. Aber wie das so in Märchen üblich ist, gibt es gute und böse Mächte. So auch im beschaulichen Urberach. Neben den „Guten“, also der Bürgerinitiative pro Ortsumfahrung bildeten sich sehr schnell die „Bösen“. Hierbei handelte es sich nach Meinung der Bürgerinitiative (BI) pro Ortsumfahrung natürlich um die Bürger, die gegen eine derartige Ortsumfahrung waren, da diese neue Straße sehr viele Wiesen und Äcker zerschneiden würde und der westliche Ortsrand von Urberach von den Wiesen und Wäldern Richtung Messel abgeschnitten wäre. Diese Gegner gründeten ebenfalls eine BI Kontra neue Ortsumfahrung Urberach. Und so stritt man sich viele Jahre, präsentierte immer mal wieder neue Ideen wo eine Straße entlang führen sollte oder auch wo nicht, aber so richtig viel passierte nicht. Und so gingen viele Jahrzehnte ins Land, immer mal wieder wurde über das Thema Ortsumfahrung Urberach in Politik und Gesellschaft gesprochen….. und wenn sie nicht gestorben sind, streiten sie noch heute über eine neue Ortsumfahrung oder aber auch nicht……

So könnte das Märchen rund um die Ortsumfahrung Urberach lauten, wenn die Gebrüder Grimm aus Rödermark gewesen wären und in der heutigen Zeit gelebt hätten.

Und wie das so bei Märchen ist, es ist immer ein bisschen Wahrheit und Lebensweisheit darin enthalten.

Aber jetzt mal zur Gegenwart und in die Realität:

Die Belastung der Ortsdurchfahrt von Süden (Eppertshausen) her kommend in Richtung Dreieich ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. Und dadurch natürlich auch die zuvor im Märchen schon erwähnten Emissionen. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Aber was ist die Alternative zu einer Ortsumfahrung? Wenn man alle Möglichkeiten in Erwägung zieht, gibt es keine Alternative zu einer Ortsumgehung, die den Durchgangsverkehr aus Richtung Eppertshausen minimiert. Eine Ortsumfahrung ist somit alternativlos. Doch stellt sich jetzt natürlich die Frage, welche Trasse diese neue Ortsumfahrung nehmen sollen.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

1.    Die ortsnahe Umfahrung, die kurz hinter dem Vereinsgelände des FC Viktoria Urberach von der B 486 abzweigt, die dortigen Wiesen und Felder durchschneidet, die Darmstädter Str. vor oder hinter dem Bienengarten kreuzt, weiter durch Feld und Flur führt, bis sie vor dem RWE wieder auf die B 486 trifft. Diese erste Variante wurde von einigen Bürgern, die meist nicht in der Nähe der neuen Trasse wohnen und  auch von Parteien und Wählergemeinschaften in den letzten Monaten favorisiert. Diese Variante wäre zwar die Kürzeste, würde allerdings immens viel Natur zerstören und das Naherholungsgebiet Richtung Messel vom Ortsrand abschneiden. Es wären einige Brücken zu bauen, analog der Ortsumfahrung von Dreieich - Offenthal.

2.    Eine weitere Variante ist von der B 486 aus Richtung Eppertshausen, vor dem Gelände des FC Viktoria Urberach eine Schneise durch den Wald zu schlagen und letztendlich hinter dem RWE wieder auf die B 486 zu stoßen. Da diese Variante enorme Rodungsmaßnahmen nach sich ziehen würde, ist diese für die CDU Rödermark indiskutabel.

3.    Eine dritte Variante ist die Ertüchtigung (Verbreiterung) der sogenannten K – L Trasse. Dies ist die Straße von Eppertshausen, an der Thomashütte vorbei und vor Messel in Richtung Dreieich – Offenthal. Hierzu müsste die vorhandene Straße lediglich verbreitert und vor der Ortschaft Messel quer auf die Straße nach Dreieich – Offenthal geführt werden. Diese Variante würde den geringsten Eingriff in die Natur bedeuten und ist vermutlich auch die kostengünstigste. Hinzu käme allerdings ein Umbau des Eppertshäuser Knoten, der jetzige Erdkautenweg. Dieser war zu Baubeginn lediglich als Provisorium gedacht, hat sich allerdings bis zum heutigen Tage nicht verändert.

Diese Variante wird von der CDU Rödermark favorisiert, da sie den größtmöglichen Effekt, was die Reduzierung des Durchgangsverkehrs in Urberach bedeutet, erzielt und gleichzeitig den geringsten Eingriff in die Natur darstellt. Bisheriges Hemmnis zur Umsetzung war, dass für die Realisierung dieser Variante die Zustimmung unserer Nachbarkommunen Eppertshausen und Messel notwendig ist. Ein weiteres Problem in der Vergangenheit war, dass Hessen Mobil, als Straßenbaulastträger zuständig für Kreis- und Landstraßen, diese Variante nicht in ihre Prüfung der Möglichkeiten einbezogen hatte. Dies hat sich inzwischen geändert. Weiterhin ist unser Bürgermeister Jörg Rotter in guten Gesprächen mit den Bürgermeistern von Eppertshausen und Messel, so dass eine Realisierung dieser aus Sicht der CDU Rödermark besten Variante, jetzt möglich scheint. Die CDU Rödermark ist fest davon überzeugt, dass die Ertüchtigung der K – L Trasse die umweltfreundlichste und wirtschaftlich sinnvollste Möglichkeit ist, den starken Durchgangsverkehr durch Urberach auf eine Umfahrung zu leiten. Dadurch erzielen wir eine enorme Steigerung der Lebensqualität der Anwohner durch eine Reduzierung der gesundheitsschädlichen Emissionen Lärm und Abgase. Die K – L Trasse könnte zur Bundesstraße auf qualifiziert und die Ortsdurchfahrt durch Urberach zu einer Ortsstraße abqualifiziert werden. Somit könnte die Stadt Rödermark auf dieser Straße weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie zum Beispiel den Bau von Kreiseln an Ortseinfahrt- und –ausfahrt in eigener Regie durchführen, ohne auf die Genehmigung übergeordneter Stellen angewiesen zu sein. Weiterhin könnten auf dieser Straße zum Beispiel Parkplätze und Verschwenkungen eingebaut werden, um den Verkehr weiter zu beruhigen. Auch die Ausweisung eines durchgehenden Radweges wäre eine Möglichkeit.

Hier gibt es sicherlich noch weitere Möglichkeiten, die eine Aufwertung des Ortskerns und eine Reduzierung des Autoverkehrs nach sich ziehen.

Die CDU Rödermark setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass diese dritte Variante und die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten der innerörtlichen Veränderung realisiert werden.

Sven Sulzmann

 

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